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Kaffeekekse mit Espresso und Schokolade einfach selber backen

Evelyne Kraft 20. Mai 2026
Schokoladen-Kaffee-Kekse mit Karamellfüllung und Kaffeebohnen-Dekoration, ein Genuss für jeden Kaffeeliebhaber.

Inhaltsverzeichnis

Ein guter Kaffeekeks soll nicht einfach nur süß schmecken: Er braucht ein klares Röstaroma, einen mürben Biss und genug Schokolade, um die leichte Herbe auszubalancieren. Ich zeige hier ein zuverlässiges Grundrezept, passende Kaffeevarianten, typische Fehler und Ideen für die italienisch inspirierte Kaffeetafel.

Die wichtigsten Punkte für aromatische Kaffeekekse

  • Instant-Espressopulver bringt mehr Geschmack als aufgebrühter Kaffee.
  • Für etwa 30 Kekse reichen 1 bis 2 Teelöffel Kaffeepulver.
  • Der Teig sollte vor dem Backen mindestens 30 Minuten kühlen.
  • Bei 175 °C Ober- und Unterhitze werden die Kekse meist in 10 bis 12 Minuten fertig.
  • Zartbitterschokolade, Kardamom und Haselnüsse passen besonders gut zum Röstaroma.

Schokoladige Kaffeekekse mit Schokostückchen auf einem Teller, daneben ein Glas Kaffee und eine Serviette mit Kaffeebohnenmuster.

Was aromatische Kaffeekekse wirklich ausmacht

Im Deutschen werden die kleinen Gebäcke meist als Kaffeekekse, Kaffeeplätzchen oder Mokkaplätzchen bezeichnet. Gemeint sind Kekse, deren Teig, Füllung oder Glasur mit Kaffee aromatisiert wird. Sie können knusprig und mürbe sein, aber auch weich wie kleine Schokoladenkekse.

Ich bevorzuge eine Variante, bei der das Kaffeearoma nicht laut, sondern sauber und leicht herb hervortritt. Dafür verwende ich fein gemahlenes Instant-Espressopulver. Es löst sich gleichmäßig im Teig auf und bringt deutlich mehr Geschmack als Filterkaffee, der zusätzlich Flüssigkeit in die Masse bringt.

Besonders harmonisch wird das Gebäck durch den Gegensatz von röstigem Kaffee, Butter und dunkler Schokolade. Wer es italienischer mag, ergänzt eine kleine Prise Kardamom oder verwendet eine Mischung aus Espresso und Kakao. Entscheidend ist, die Gewürze sparsam einzusetzen, damit der Kaffee nicht untergeht.

Ein einfaches Grundrezept für 30 Stück

Dieses Rezept ergibt etwa 30 kleine Kekse. Die Zubereitung dauert ungefähr 20 Minuten, dazu kommen mindestens 30 Minuten Kühlzeit und 10 bis 12 Minuten Backzeit. Ich backe sie lieber etwas heller, denn nach dem Herausnehmen ziehen sie noch nach und bleiben dadurch angenehm mürbe.

Zutat Menge
Weizenmehl Type 405 180 g
kalte Butter 110 g
Puderzucker 70 g
Eigelb 1
Instant-Espressopulver 1 bis 2 TL
ungesüßtes Kakaopulver 1 EL
Vanillezucker 1 Päckchen
Salz 1 Prise

So gelingt der Teig

  1. Mehl, Kakao, Espressopulver, Puderzucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel vermischen.
  2. Die kalte Butter in kleinen Würfeln und das Eigelb dazugeben.
  3. Alles rasch zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Zu langes Kneten macht die Kekse eher fest als zart.
  4. Den Teig zu einer flachen Scheibe formen, in Folie wickeln und 30 bis 60 Minuten kalt stellen.
  5. Den Ofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  6. Den Teig etwa 4 bis 5 Millimeter dick ausrollen und kleine Kreise oder Bohnenformen ausstechen.
  7. Die Kekse auf ein Backblech mit Backpapier legen und 10 bis 12 Minuten backen.
  8. Auf dem Blech 5 Minuten abkühlen lassen, danach auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

Für eine festliche Version bestreiche ich die Unterseite mit 80 g geschmolzener Zartbitterschokolade. Eine kleine Mokkabohne oder fein gehackte Haselnüsse auf der noch weichen Schokolade sehen hübsch aus und geben zusätzlichen Biss.

Welcher Kaffee passt in den Teig

Nicht jede Kaffeeform funktioniert gleich gut. Flüssiger Filterkaffee schmeckt im Teig oft zu schwach und kann die Konsistenz verändern. Für die meisten Rezepte ist Instant-Espresso die praktischste Wahl, weil er konzentriert ist und keine zusätzliche Flüssigkeit einträgt.

Kaffeevariante Geschmack Meine Empfehlung
Instant-Espresso kräftig und direkt ideal für Mürbeteig und Glasur
fein gemahlene Kaffeebohnen aromatisch, leicht körnig höchstens 1 TL verwenden
kalter Espresso rund und weniger trocken nur bei Rezepten mit zusätzlicher Flüssigkeit
löslicher entkoffeinierter Kaffee mild, aber gut kontrollierbar gute Wahl für Kinder und späte Kaffeerunden

Bei ganzen gemahlenen Bohnen ist Zurückhaltung wichtig. Gröbere Partikel können beim Kauen stören, während sehr fein gemahlener Kaffee eine angenehme, leicht herbe Note ergibt. Ich nehme in diesem Fall höchstens einen Teelöffel und kombiniere ihn mit Schokolade oder Haselnüssen.

Auch beim Koffein lohnt sich ein genauer Blick. Die tatsächliche Menge hängt vom verwendeten Produkt und der Dosierung ab. Wer am Abend backt oder empfindlich reagiert, greift problemlos zu entkoffeiniertem Espressopulver, ohne auf das typische Aroma verzichten zu müssen.

Varianten mit italienischem Charakter

Espresso-Schoko-Kekse

Für eine intensive Variante gebe ich zusätzlich 50 g gehackte Zartbitterschokolade in den Teig. Die Kekse werden dadurch etwas saftiger und schmecken besonders gut zu einem kurzen Espresso. Ich würde hier keinen sehr süßen Milchschokoladenüberzug wählen, weil er die feinen Röstaromen schnell überdeckt.

Kaffee-Mandel-Kekse

Ersetze ich 40 g Mehl durch gemahlene Mandeln, wird der Teig zarter und leicht nussig. Ein halber Teelöffel Kardamom sorgt für eine warme, würzige Note, die an orientalische Kaffeekultur erinnert und zugleich gut zu italienischem Espresso passt.

Kaffeebohnen in Keksform

Für die bekannte Bohnenoptik forme ich aus dem Teig kleine ovale Stücke und ziehe mit der Rückseite eines Messers eine feine Linie in die Mitte. Das ist mehr als Dekoration: kleine Portionen backen gleichmäßiger und eignen sich gut als Begleitung zu Cappuccino oder Espresso.

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Knusprige Biscotti mit Kaffee

Wer einen härteren, haltbaren Keks möchte, kann den Teig als längliche Rolle backen, nach dem ersten Backen in Scheiben schneiden und die Stücke nochmals trocknen lassen. Diese Methode ergibt ein Gebäck, das an italienische Biscotti erinnert und sich hervorragend in Espresso oder Vin Santo tauchen lässt.

Die häufigsten Fehler beim Backen

Der häufigste Fehler ist zu viel Flüssigkeit. Ein ganzer Espresso klingt aromatisch, macht einen klassischen Mürbeteig aber schnell klebrig. Ich verwende deshalb lieber Pulver oder reduziere bei flüssigem Kaffee die übrigen feuchten Zutaten.

Auch warme Butter ist problematisch. Sie lässt die Kekse im Ofen auseinanderlaufen und nimmt ihnen den typischen mürben Biss. Kalte Butter und eine kurze Knetzeit sind bei diesem Teig wichtiger als langes Bearbeiten.

  • Zu wenig Kaffee führt zu einem kaum wahrnehmbaren Aroma.
  • Zu viel Kaffeepulver schmeckt bitter und trocken.
  • Zu langes Backen macht die Kekse hart und nimmt ihnen die feine Schokonote.
  • Zu dick ausgerollter Teig bleibt innen weich, während die Ränder bereits dunkel werden.
  • Warme Kekse stapeln macht sie weich, weil die Restfeuchtigkeit nicht entweichen kann.

Die fertigen Kekse bewahre ich in einer gut schließenden Dose auf. Zwischen den einzelnen Schichten liegt Backpapier. So bleiben sie etwa zwei bis drei Wochen aromatisch, sofern sie trocken und nicht neben stark riechenden Lebensmitteln stehen.

So serviere ich das Gebäck zu Kaffee

Zu einem kräftigen Espresso passen dunkle Schokolade und ein eher herber Keks. Ein Cappuccino verträgt etwas mehr Süße, zum Beispiel eine Glasur aus Puderzucker, wenig Espresso und einem Spritzer Zitronensaft. Dadurch entsteht ein angenehmer Kontrast zur cremigen Milch.

Für eine Kaffeetafel mit italienischer Note kombiniere ich die Kekse mit kleinen Espressotassen, gerösteten Mandeln und frischen Orangenspalten. Auch ein Klecks Mascarponecreme passt gut, sollte aber erst kurz vor dem Servieren dazugegeben werden, damit das Gebäck knusprig bleibt.

Meine persönliche Lieblingskombination ist ein mürber Espresso-Schoko-Keks zu einem kurzen, nicht zu bitteren Espresso. Der Keks muss dabei nicht groß sein. Ein Stück von etwa 15 g reicht meist völlig, um den Kaffee zu begleiten, ohne den Geschmack des Getränks zu überdecken.

Der kleine Unterschied zwischen gut und wirklich gelungen

Bei Kaffeegebäck entscheidet nicht die Menge des Kaffeepulvers, sondern das Gleichgewicht. Ein klares Röstaroma, kalte Butter, eine kurze Backzeit und ein wenig dunkle Schokolade bringen meist mehr als eine überladene Mischung aus Gewürzen.

Wenn ich nur eine Sache empfehlen dürfte, wäre es die Verwendung von hochwertigem Instant-Espresso und eine Ruhezeit für den Teig. So behalten die Kekse ihre Form, schmecken aromatisch und passen sowohl zum schnellen Nachmittagskaffee als auch zu einer stilvollen italienischen Kaffeetafel.

Häufig gestellte Fragen

Instant-Espressopulver ist ideal, weil es sich gleichmäßig verteilt und keine zusätzliche Flüssigkeit in den Teig bringt. Für etwa 30 Kekse reichen 1 bis 2 Teelöffel. Flüssiger Filterkaffee ist meist zu schwach und kann die Konsistenz verändern.

Verwende kalte Butter und verknete den Teig nur kurz, damit er nicht fest wird. Anschließend sollte er 30 bis 60 Minuten kühlen. Bei 175 °C Ober- und Unterhitze sind die Kekse meist nach 10 bis 12 Minuten fertig.

Zartbitterschokolade, Kakao, Haselnüsse und Kardamom ergänzen das Röstaroma besonders gut. Für Espresso-Schoko-Kekse kannst du zusätzlich 50 g gehackte Zartbitterschokolade unterheben. Eine nussige Variante gelingt, wenn du 40 g Mehl durch gemahlene Mandeln ersetzt und einen halben Teelöffel Kardamom ergänzt.

In einer gut schließenden Dose bleiben die Kekse etwa zwei bis drei Wochen aromatisch. Lege Backpapier zwischen die Schichten und bewahre sie trocken sowie fern von stark riechenden Lebensmitteln auf.

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Autor Evelyne Kraft
Evelyne Kraft
Mein Name ist Evelyne Kraft, und seit nunmehr 8 Jahren widme ich mich mit großer Begeisterung der italienischen Kulinarik, dem Wein und der Lebensart, die dahintersteckt. Meine Reise in diese faszinierende Welt begann mit einer tiefen Neugier für die Authentizität und Vielfalt der italienischen Küche. Hier auf rossini-koeln.de teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen, sei es über regionale Spezialitäten, die Kunst der Weinbegleitung oder einfach die Freude am Genuss. Ich lege Wert darauf, komplexe Themen verständlich aufzubereiten und Ihnen stets fundierte, aktuelle Informationen zu liefern, damit Sie die italienische Lebensart noch besser verstehen und in Ihren Alltag integrieren können.

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